Die Zeit von Slobodan Milosevic läuft ab. Der umjubelte Führer wurde zum einsamen Diktator. Er hinterlässt ein schweres Erbe. Nationalismus und Korruption werden noch lange auf seinem Volk lasten.
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Überraschungssieg für Vicente Fox: Der Unternehmer und Katholik hat dem Land eine moderne Zukunft versprochen
Das Kosovo hat eine Zukunft – Voraussetzung ist nicht der Abzug, sondern das Bleiben der einheimischen Serben. Es geht nicht um den Traum einer multikulturellen Gesellschaft, sondern um Aussicht auf Stabilität.
Im Kosovo brennen die Häuser der Serben, Roma und Goraner. Die KFOR kann, die UCK will es nicht verhindern.
Dass sich im Kosovo keine serbische Stimme gegen die Verbrechen an den Albanern erhob, hat fatale Konsequenzen.
Montenegro, der kleinere Partner im jugoslawischen Staatsverband, geht immer deutlicher eigene Wege und fordert das Regime in Belgrad heraus.
Das Volk ist vertrieben, das Land entvölkert. Trotzdem ist die Kosovo-Befreiungsarmee UCK nicht am Ende. Denn jedes zerschossene Haus stärkt die Guerilla politisch. Ihre Führung agiert jetzt schon wie die Regierung eines echten Staates.
Im Kosovo besuchen Serben und Albaner getrennte Schulen, getrennte Cafés, die Alltagserfahrung ist radikal getrennt – das erschwert eine Lösung des Konflikts.
In Kuba wurde die Kirche nach Castros Sieg zum Schweigen gebracht – heute richten viele ihre Hoffnungen auf sie.
In Algerien haben seit 35 Jahren die Militärs die Macht inne. 1992 betrogen sie die Islamisten um ihren Wahlsieg. Seither herrscht Krieg im Land. Nun wird wieder gewählt – diesmal ohne die Wahlsieger vom letzten Mal.