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Montenegro


Im Exil in Montenegro PDF Drucken

Thomas Schmid, TAZ, 17.05.1999


Die kleinere jugoslawische Republik wird zum Refugium für Oppositionelle und Deserteure

Nein, nie würde Slobodan Miloevic die Todesstrafe für Zoran Djindjic fordern. Aber als der serbische Oppositionsführer Anfang Mai im Belgrader Staatsfernsehen als Verräter beschimpft wurde, wußte der, daß es höchste Zeit war, sich aus dem Staub zu machen. Er setzte sich nach Montenegro ab, wo er nun unter Polizeischutz lebt. Die Botschaft war unmißverständlich. Immerhin war wenige Wochen zuvor auch der Verleger Slavko Curuvija, der seine in Serbien verbotene Zeitung in Montenegro drucken ließ, um sie danach illegal in Belgrad zu vertreiben, von den Regierungsmedien als Verräter bezeichnet worden. Zwei Tage danach wurde er von einem Killerkommando erschossen.

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Der Blick in die Welt, Thomas Schmid