Das marokkanische Magazin „TelQuel“ bricht frech Tabus und glänzt durch seriöse Recherchen
Kategorie: Marokko
In Marokko wird am Freitag gewählt, die Islamisten könnten siegen. Die Demokratiebewegung ruft zum Boykott auf – und wird dabei von Islamisten unterstützt.
Marokko hat sich ein Straßenhändler öffentlich angezündet. In Tunesien löste eine solche Selbstverbrennung die Revolution aus – nicht so im Königreich.
1991 schlossen Marokko und die Polisario einen Waffenstillstand. Seither ist der Krieg um die Westsahara, die das Königsreich völkerrechtswidrig annektiert hat, auf Eis gelegt. Nun hat die Guerilla ihre letzten 404 marokkanischen Kriegsgefangenen freigelassen – die meisten von ihnen waren rund zwei Jahrzehnte in der Wüste im Westen Algeriens inhaftiert.
Die zwölf Selbstmordattentäter, die sich in Marokko am 16. Mai 2003 in die Luft jagten und 31 weitere Menschen in den Tod rissen, kamen alle aus demselben Slum-Viertel. Der Terrorismus ist hausgemacht und das Land rätselt, wer schuld ist.
In Hohen Atlas, einem der rückständigsten Gebiete des rückständigen Marokko, wo der Staat nicht ankommt, helfen zivile Initiativen. Sie sorgen in den Dörfern für Elektrizität und Trinkwasser.
Marokko fieberte der Hochzeit seines Königs Mohammed VI. entgegen. Dann brach in Palästina der Krieg aus.
Tanger ist nicht mehr der mythische Ort amerikanischer Beatniks. Auf der Mauer am Hafen sitzen Afrikaner und starren auf Europa