In Srebrenica üben sich Muslime und Serben nach dem Krieg im schwierigen Miteinander. Der Alltag ist geprägt von Armut und Hoffnungslosigkeit.
Kategorie: Bosnien & Herzegowina
Vor zehn Jahren wurde in Dayton (USA) ein Frieden für Bosnien-Herzegowina ausgehandelt. Das Land erhielt eine Verfassung, die sich heute als Hindernis für den Weg in die EU erweist.
Zehn Jahre danach: Die Stadt des größten Massakers in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg sucht verzweifelt nach einer Zukunft
Srebrenica steht für das schlimmste Massaker in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. 1995 ermordeten bosnische Serben rund 8.000 Muslime. Noch heute ist der Ort des Schreckens von Armut, Arbeitslosigkeit und quälenden Erinnerungen gezeichnet.
Tausende von Flüchtlingen sind seit dem Dayton-Abkommen nach Bosnien zurückgekehrt. Noch versperren die ethnischen Grenzen des Krieges vielen den Weg in ihre Heimatorte. Nun wird sich entscheiden, ob Todfeinde wieder Nachbarn werden
In den serbisch kontrollierten Gebieten Bosnien-Herzegowinas machen sich Apathie und Resignation breit. Über die Verbrechen der Vergangenheit mag niemand reden, die Träume einer besseren Zukunft sind zerplatzt.
Täglich werden in der von serbischen Freischärlern umzingelten bosnischen Hauptstadt Menschen von Granaten getötet, Heckenschützen schießen auf alles, was sich bewegt. „Gebt uns Waffen“, so die verzweifelte Forderung.
Der Drei-Völkerstaat Bosnien-Hercegowina – Opfer des jugoslawischen Bürgerkrieges